Helfende Hände - wie alles begann
Im ehemaligen Stubenhocker-Lokal in der Grüntenstraße in Sonthofen – manchen auch als „Meckatzer Stüble“ bekannt – stand 2012 eine kleine Renovierung an. Zwei Wände sahen ziemlich traurig aus und sollten endlich einen neuen Anstrich bekommen – am besten in Braun. Doch wie das so ist: Über den richtigen Farbton wurde eifrig diskutiert, doch man konnte sich nicht einigen. Und so blieb es erst einmal beim guten Vorsatz.
Aus der Diskussion sollte aber spontan eine ganz andere Aktion werden. Das Wirtsehepaar Petra und Raphael Wolf kamen mit ein paar Gästen auf die Idee, aus der Farbaktion etwas Besonderes, nämlich eine Spendenaktion, zu machen.
Für eine Spende von 2 Euro durfte jeder Gast seinen Handabdruck in brauner Farbe – samt Namenszug – an die Wand setzen. So wurde aus einer simplen Renovierung ein starkes Zeichen der Gemeinschaft. Das Netzwerk „Helfende Hände“ war geboren, zu dem im Laufe der Zeit immer mehr Leute hinzukamen - Gäste, Freunde, Vereine und Unternehmen.
Nach gut einem Jahr ging diese Aktion mit einem großartigen Ergebnis zu Ende. Es war schließlich Olaf Jüttner, der vorschlug, die gesammelten Spenden dem Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach zukommen zu lassen – ein Vorschlag, dem alle begeistert zustimmten.
So konnte im Sommer 2012 zum ersten Mal ein beachtlicher Spendenbetrag dem Kinderhospiz übergeben werden. Und auf alten Fotos erinnern heute noch die vielen braunen Handabdrücke an den Wänden daran, wie alles begann und wie viel man gemeinsam bewegen kann – mit Farbe, Herz und einer guten Portion Zusammenhalt.
Seither wurde diese Erfolgsgeschichte mit zahlreichen Benefizkonzerten fortgeschrieben. Alle Musiker waren mit Leib und Seele dabei und verzichteten großzügig auf ihre Gage. Dazu packten viele ehrenamtliche Helfer tatkräftig mit an und trugen so zum sehr guten Gelingen bei.
